Kommunikationsplattform: Konzept und Entscheidung¶
Dieses Dokument beschreibt die Entscheidung zur Kommunikationsplattform der SAM in Chisinau: Mail, Dateiablage und Kollaboration.
Ausgangslage¶
Microsoft 365 Education ist bereits im Einsatz. E-Mail-Adressen existieren, Teams wird verwendet. Das ist der Ausgangspunkt, nicht eine von mehreren gleichwertigen Optionen.
Empfehlung: Microsoft 365 Education beibehalten¶
Für die Aufbauphase ist M365 Education die richtige Wahl. Die Gründe sind pragmatisch, nicht ideologisch:
Die Plattform ist kostenlos für Bildungseinrichtungen und bereits eingerichtet. Ein Wechsel jetzt würde Administrationskapazität binden, die in der Aufbauphase für Wichtigeres gebraucht wird: Laboreinrichtung, Lehrplanentwicklung, Moodle-Einführung. Exchange Online liefert Spam- und Virenschutz, MFA und mobile Erreichbarkeit ohne zusätzliche Konfiguration. Die SSO-Integration mit Moodle über OpenID Connect funktioniert out-of-the-box. OneDrive ermöglicht es LehrerInnen, Unterrichtsmaterial direkt in Moodle-Kurse einzubinden ohne Speicherplatz auf dem eigenen Server zu verbrauchen.
M365 ist dabei bewusst auf Mail, Teams und Dateiablage beschränkt. Es ersetzt weder Moodle als Lernplattform noch den lokalen Schulserver für interne Dienste.
Abgrenzung zu Teams¶
Teams ist keine Lernplattform. Moodle ist eine. Teams eignet sich für schnelle Kommunikation und informellen Dateiaustausch. Kurse, Abgaben und Bewertungen laufen über Moodle. Diese Trennung ist wichtig, weil Teams keine strukturierte Pädagogik unterstützt und Bewertungen dort schwer nachvollziehbar dokumentiert werden können.
Datenschutz¶
M365 Education nutzt EU-Rechenzentren. Für eine österreichische Schule im EU-Ausland ist das DSGVO-konform. Schülerdaten werden in Moodle verwaltet, das auf einem österreichischen Server läuft, natürlich auch DSGVO-konform.
Mittelfristige Perspektive: Nextcloud¶
Sobald die Schule stabil läuft und Administrationskapazität vorhanden ist, ist Nextcloud eine sinnvolle Alternative für Dateiablage und Kollaboration. Nextcloud läuft auf eigenem Server, ist vollständig open-source und entspricht der Gesamtphilosophie einer modernen HTL besser als ein US-Konzernprodukt.
Der Schritt würde bedeuten: Nextcloud für Dateiablage und gemeinsame Dokumente, weiterhin M365 für Mail (oder eigener Mailserver als zweiter Schritt). Der Umstieg ist planbar und muss nicht auf einmal passieren.
Ein eigener Mailserver ist technisch möglich, aber der aufwändigste Teil des Umstiegs. Spam-Schutz, Zustellbarkeit, Zertifikate und Updates brauchen kontinuierliche Betreuung. Das ist kein sinnvoller erster Schritt.
Zusammenfassung¶
| Entscheidungspunkt | Empfehlung |
|---|---|
| Jetzt | M365 Education beibehalten |
| Warum | bereits vorhanden, kostenlos, kein Aufwand |
| Mittelfristig | Nextcloud für Dateiablage evaluieren |
| Langfristig | eigener Mailserver wenn Kapazität vorhanden |
| Nicht | M365 für Lernplattform nutzen (Moodle verwenden) |